Bewerbungs­portal

Für den gehobenen Polizeivollzugsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen

Angehende Polizistin

Körperschmuck


Körperschmuck bei der Polizei

(Bitte füllen Sie das Formular 3 aus!)

Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamte müssen in ihrer Funktion stets Neutralität wahren und als Einzelperson in der Öffentlichkeit immer auch die gesamte Polizei als Institution repräsentieren. Deshalb ist Körperschmuck als Zeichen der Individualität bei der Polizei NRW weiterhin grundsätzlich nicht erwünscht.

Trotzdem ist eine Einstellung in den Polizeivollzugsdienst unter Umständen auch mit vorhandenem Körperschmuck möglich. Entscheidend hierfür sind Lage, Art und Umfang. Körperschmuck sind insbesondere: Tätowierungen, Piercings, Skarifikationen, Implantate und Vergleichbares. Unterschieden wird zwischen dem sichtbaren und dem unsichtbaren Bereichen des Körpers, wobei als Maßstab die Sommeruniform (kurzärmliges Diensthemd) der Polizei des Landes NRW gilt.

Wann stellt Körperschmuck ein Problem dar?

Zum Ausscheiden aus dem Bewerbungsverfahren führt eine körperliche Veränderung in der Regel in folgenden Fällen:

  • Verletzungsgefahr: Liegt vor, wenn durch den Körperschmuck (sichtbar oder unsichtbar) die Verletzungsgefahr in polizeilichen Einsatzsituationen erhöht oder sogar erst begründet wird (z.B. Flesh Tunnel und Implantate)
  • Verfassungswidrigkeit/Diskriminierung: Gleichstellung, Chancengleichheit und Schutz vor Diskriminierung sind für die Polizei des Landes NRW verbindliche Handlungsleitlinien. Von der Gefahr einer Ansehensschädigung zu Lasten des Landes NRW ist insbesondere immer dann auszugehen, wenn das Motiv eines Körperschmucks (sichtbar oder unsichtbar) eine Darstellung zum Inhalt hat, die
    • Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen ist (Symbole, Fahnen, Parolen o. ä.) oder mit diesen verwechselt werden könnte,
    • rechts- oder linksradikal oder allgemein extremistisch ist,
    • sexistisch oder frauenfeindlich ist oder
    • allgemein entwürdigt und/oder diskriminiert, Gewalt verherrlicht oder die Menschenwürde verletzt.
  • Auffälliger und großflächig sichtbarer Körperschmuck: Ein großflächig sichtbarer Körperschmuck stellt, unabhängig von Motiven, einen Eignungsmangel dar. Großflächig ist Körperschmuck, wenn er die Größe eines durchschnittlichen Handtellers (Handinnenfläche ohne Finger) überschreitet.

Wann stellt Körperschmuck kein Problem dar?

Ein Körperschmuck führt nicht zum Ausscheiden aus dem Verfahren, wenn er nicht großflächig oder auffällig ist und weltanschaulich neutral bleibt (z.B. kleine Blumenmotive, Ornamente, Sterne oder aus wenigen Worten bestehende Sinnsprüche).

Bei vorhandenem Körperschmuck im Intimbereich ist es erforderlich, dass Sie eine detailgetreue Skizze oder eine identische Abschrift zur polizeiärztlichen Auswahluntersuchung in Münster vorlegen. Nur so ermöglichen Sie uns zu entscheiden, ob ein Eignungsmangel ausgeschlossen werden kann.

Jeder Körperschmuck wird einzeln beurteilt. Dies erfolgt jedoch im laufenden Bewerbungsverfahren, eine Beurteilung vorab als Entscheidungsgrundlage für eine Bewerbung bei der Polizei NRW findet nicht statt. Falls Sie sich unsicher sind, ob Ihr Körperschmuck einen Eignungsmangel darstellt, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständigen Personalwerberinnen/Personalwerber, deren Kontaktdaten finden Sie hier.